Der erste Versuch.




... mein Traum wurde wahr




Die Basis meines inzwischen "Threek®" getauften Projektes bildete eine unvollständige Harley- Davidson® WLA, zerlegt und in schlechtem Zustand.
Im Folgenden erstand ich zwei Rahmen, welche durch den Einbau von Hinterradschwingen während der Nachkriegsjahre verdorben waren.

Nach langer Zeit der Planung sollte die Restauration der alten Maschine und der Aufbau des Threeks ein Geschenk an Harley- Davidson anlässlich ihres 100. Geburtstages von meinem Freund Ralf Petzold und mir sein.






Ein Rückschlag




Das fast fertige Threek erlebte das Jahrhunderthochwasser der Elbe im August 2002 in einer Garage nahe dem Fluss tagelang unter Wasser.
Anlass für Restaurator Ralf ein zweites Mal alles zu zerlegen und zu restaurieren.






Im April 2004 stand das Threek schließlich für eine Probefahrt bereit. Die erste Rallye bestritt ich am 23.06.2004 allein. Kleines technisches Problem inbegriffen - die Vorderradbremsen wurden bergab zu heiß. Bei der Wiederholung 2006, mit einem mutigen Peter Kleinert als Beifahrer, sollte der einzige Verlust eine Mutter am Soziussattel sein.

Anfang 2005 begannen unsere Entwürfe für ein modernes Threek.

Wir sahen uns die Vorderradführung moderner Gespanne an.
Das technische Know How und die konstruktiven Lösungen der Firma RuKo in Metzingen überzeugten uns.
In welchem Entwicklungsstadium sich dieses Fahrzeug befindet, war auf der Messe Faszination Motorrad 2007 in Sinsheim zu sehen.

Im September 2009 - nach einigen Tests der Lenkung - zeigte sich eine symmetrische Abweichung um die Mittellage. Der Geradeauslauf war somit nicht optimal. Für das ideale Lenktrapez müssen die Aufnahmen der Federbeine vorn um 25mm nach außen verlegt werden. Alle Lenkhebel werden noch einmal neu konstruiert.

Inzwischen sind Bugspoiler zur sicheren Kühlluftführung für den Motor, Öltank, Batterie- und Bordelektrikfach sowie der Gepäckträger aus Edelstahl fertig. Ölkühler und Halterung für die Endschalldämpfer (Road King®) und Tandem-Hauptbremszylinder folgten.

Am 13.06.2012 wurde das Threek verladen und in die Werkstatt von Ralf gebracht, um die Elektrik zu verkabeln und anzuschließen.

Am 7.9.2012 fuhr das Threek zum ersten Mal ein paar Testrunden über einen Flugplatz. Leider blockierte bereits nach 4 km Probefahrt das verwendete Autogetriebe. Kurz entschlossen wurde es verschrottet.
Ralf entschied, ein neues BAKER-6-Ganggebtriebe mit Rückwärtsgang zu verwenden. Dazu müssen wir die Hinterradnabe, Zwischenwelle und Motoraufhängung noch einmal neu konstruieren.

Nachdem Ralf Motor und Bakergetriebe zusammengesetzt hatte, lag die Hauptlast der notwendigen Änderungen auf den Schultern von Steffen Kunert. In 8 Monaten wurden folgende Baugruppen neu konstruiert:
Hinterradnabe mit anderer Bremsscheibe sowie Bremssattel mit Feststellbremse, Bremssattelaufnahme und -abstützung, geänderter Kotflügel mit jetzt einseitiger Halterung, Zwischenwelle mit Ritzelblock, Krümmer mit Sammelrohren aus VA, Batteriekasten, Elektronikkasten, Schaltung, Motor-Getriebe-Aufnahme mit Abstützung der Zylinderköpfe.

Seit 21. Mai 2013 steht das Threek wieder auf 3 Rädern.

Jetzt werden alle Leitungen (Bremse, Benzin und Elektrik) neu verlegt.

Im Januar 2014 wurde das fahrbereite Threek auf der Sachsenkrad ausgestellt.

Es hatte bereits einige Kilometer Probefahrt hinter sich. Dabei musste ich feststellen, dass die von Ruko konstruierte Vorderachse mit senkrecht stehender Lenkachse und 65mm positivem Lenkrollradius in den Kurven stark untersteuert, sogar bei höheren Geschwindigkeiten über das kurvenäußere Rad nach außen radiert. Ein absolut unbefriedigendes Fahrverhalten. Jetzt wird eine im modernen Pkw übliche schräg nach innen geneigte Lenkachse mit negativem Lenkrollradius konstruiert.
Ich verspreche mir davon viel geringere Lenkkräfte und die bekannten selbstkorrigierenden Eigenschaften, falls nur ein Vorderrad in eine Spurrille oder ein Schlagloch gerät.

Am 18. Dezember 2015 erhielt das Threek die Zulassung und darf nun auf öffentlichen Straßen gefahren werden.